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Ufer- und Gewässerreinigung am Großensee

24. Oktober 2009

„Wenn wir nichts finden, ist das am besten. Denn dann wissen wir, dass der Großensee absolut sauber ist“, sagte Organisator Ernst-Uwe Peemöller vor dem Start der Ufer- und Gewässerreinigung am Großensee in Schleswig-Holstein. Insgesamt 24 Taucher und 36 weitere Helfer machten sich am 24. Oktober 2009 auf die Suche nach Müll und Unrat im und rundum den See.

Das Ergebnis der Reinigungsaktion kann sich sehen lassen, denn die Taucher und Helfer brachten etwa eine Tonne Müll zutage, wobei unter den Funden vom Grund des Sees vom kompletten 5×5 m großen Holzdach, über Teile eines Motorrads und zwei überdimensionale Matratzen, bis zu vielen Flaschen, Pfannen und eine große Gummiente alles vertreten war.

Am Ende der Aktion waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Ein Anhänger der Gemeinde Großensee wurde bis über den Rand mit Müll gefüllt und später vom Bürgermeister Carsten Lindemann-Eggers aus Großensee persönlich abgeholt. Die Fundsachen wurden von der Gemeinde entsorgt.

„Unsere nicht ganz ernst gemeinte Hoffnung, dass wir nichts finden, ist leider nicht aufgegangen. Der Müllberg ist jedoch geringer ausgefallen, als bei der letzten Aktion vor drei Jahren und das ist die beste Bestätigung für den sauberen Großensee, der auch mit seiner Wasserqualität in Norddeutschland an der Spitze ist“, erklärte Ernst-Uwe Peemöller zum Abschluss der Veranstaltung.

Er dankte den Teilnehmern der Tauchsportgruppe Ahrensburg, dem Tauchverein des NDR, der DLRG Bargteheide und Mitgliedern der Sportanglervereinigung Hamburg (Pächter des Sees und Schirmherr der Veranstaltung), die diese umfangreiche Suchaktion erst ermöglicht haben.

Der Dank galt ebenso Herrn Günter Fielmann, der als Sponsor für die Getränke und für das warme Mittagessen sorgte, und Joachim Schulz, Eigentümer vom Altenheim Schulz, sowie Anwohner am Großensee der den Kaffee stiftete, den die Teilnehmer bei kühlen herbstlichen Temperaturen und einer Wassertemperatur von 8 Grad nötig hatten.

Die Ufer- und Gewässerreinigung am Großensee ist einmalig in Norddeutschland und hat sicher Vorbildcharakter. Es bleibt abzuwarten, ob und wann andere Gemeinden, Verbände und Vereine diesem guten Beispiel folgen und ihre Seen vom Unrat befreien.

Bericht D. Heinze 1. Vorsitzender der Sportanglervereingung Hamburg e.V.

Am Morgen des nebeligen 24. Oktober 2009 trafen sich am Nordufer des Großensees etwa 60 Personen zu einer von unserem Mitglied Ernst-Uwe Peemöller organisierten Säuberungsaktion.

Außer etlichen Vereinsmitgliedern, waren noch Mitglieder von drei Tauchklubs, der Stormarner DLRG und Mitarbeiter des Roten Kreuzes dabei.

Jeweils mit einem Bootsführer und zwei Tauchern besetzte Boote begaben sich zu den zuvor festgelegten Zielen.

Seit 1979 finden auf Initiative der SAV alle zwei bis drei Jahre solche Aktionen statt. Wurde anfangs noch wagenweise Unrat aus dem See gezogen, so ließ sich die „Ernte“ in diesem Jahr auf einem Wagen unterbringen, ein Beleg dafür, dass der Großensee heute zu Recht als einer der saubersten Seen Norddeutschlands gilt.

Dennoch, es war schon erstaunlich, was die Taucher aus dem nur 8° warmen Wasser zogen, ein Motorrad, eine alte Matratze, ein großes Holzteil, dass entweder Teil eines Daches oder ein abgebrochener Steg war, leere Flaschen, bearbeitetes und gewachsenes Holz und eine Leiter. Dies alles fuhr der Bürgermeister der Gemeinde Großensee dann selbst mit seinem Trecker zur Müllverwertung.

Um insbesondere die Taucher wieder aufzutauen, gab es mittags vom Hof Lütjensee gestiftetes leckeres Gulasch, von Anliegern gespendeten heißen Kaffee und diverse andere Getränke. Gegen 13.30 Uhr kehrte wieder Ruhe am See ein. Die Fische werden sich gefreut haben.

Kategorien: Gewässerpflege, Großensee