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Anfütterungsverbot in den stehenden Gewässern des ASV Hamburg

12. September 2011

Befreundete Taucher, die im Hohendeicher See ihrem Hobby nachgehen, berichteten in den letzten Jahren immer öfter von dicken Boilie-Teppichen und anderem Anfütterungsmaterial das auf dem Gewässergrund schimmelt und belegten dies mehrfach auch mit diversen Fotos.

Bei dem Anfütterungsmaterial geht es um Mengen, welche durch die Fische nicht mehr konsumiert werden können und durch ihren Phosphoreintrag zu einer Eutrophierung der Stillwasser führen.

Niemand will Massenentwicklungen von Algen in unseren Verbandsgewässern, welche letztlich das Gewässer, die gesamte aquatische Tierwelt und damit auch die Fische schädigen.

Ein entsprechender Maßnahmenplan für stark beangelte Gewässer ist hier auf Seite 51 bei Prof. Dr. Arlinghaus zu finden, aber der Sachverhalt ist in der Präsentation sehr gut erfasst.

Weiterhin ist zu beachten, dass die Behörden der Hansestadt Hamburg ebenfalls darauf zu achten haben, dass wir unserer Hege- und Pflegepflicht nachkommen und uns von dort auch durchaus Sanktionen drohen könnten.

Um Verantwortung zu zeigen und dem frühzeitig entgegen zu wirken hat sich das Präsidium des Angelsport-Verband Hamburg e.V. einstimmig dazu entschlossen, ein Verbot von Vorfütterung und Anfütterung für die stehenden Verbandsgewässer auszusprechen.

Nicht betroffen davon ist das Feederangeln. Das Verbot gilt ab dem 01.09.2011.

Die Fischereiaufsicht ist angehalten, bei Zuwiderhandlung ein Platzverbot auszusprechen, bei Wiederholung droht der zeitweilige Ausschluss von den Verbandsgewässern.

Vorerst wird die Fischereiaufsicht Aufklärungsarbeit bei der Anglerschaft am Wasser leisten.

Kategorien: Hamburg