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Frauenpower am Metzensee

26. Oktober 2012

Seit Juni 2012 ist meine Freundin Sylvia Sharma Anwärterin in der SAV. Gemeinsam genießen wir die schöne Natur an unseren zahlreichen Vereinsgewässern und stellen vorwiegend den Hechten mit der Spinnrute nach.

Am 13. Oktober 2012 ging es zum Metzensee. Der Wetterbericht sah vielversprechend aus, und so war es dann auch – ein traumhafter Herbsttag erwartete uns. Am späten Vormittag konnte ich im so-genannten „Schlauch“, einer Verengung des Sees im unteren Teil, zwei Hechte überlisten, von denen der größere mit 65 cm als Küchenhecht mit nach Hause kommen sollte.
Obwohl die Hechte um uns herum ständig am Rauben waren, bekamen wir trotz mehrfachen Köderwechsels keinen Biss mehr.

Am Nachmittag ruderten wir langsam in Richtung Steg, dabei fischten wir vom treibenden Boot aus beide Uferseiten mit Wobblern ab.
Wir vertäuten das Boot noch einmal und Sylvia montierte einen Illex-Wobbler in silber/schwarz, nachdem ich ihr versichert hatte, dass diese Wobbler verdammt fängig sind.

Nach dem ersten Wurf in Richtung Ufer kam nur die coole Ansage „ ich habe einen“, und dann wurde es aufregend, der Hecht zog unbeirrt unter das Boot in Richtung Ankertau und ließ sich nur schwer unter Kontrolle bringen.
Die Rollenbremse wurde vorsichtshalber noch einmal kontrolliert und dann gelang es ihr, den Hecht aus der Gefahrenzone und nahe an die Oberfläche zu bringen, wo ich den Kescher schon bereithielt. Als wir Esox das erste Mal in voller Größe zu sehen bekamen, gab es nur einen Gedanken: Jetzt darf nichts schiefgehen, der muss unbedingt in’s Boot !
Nach mehreren kraftvollen Fluchten konnte Sylvia den Hecht lehrbuchmäßig mit dem Kopf voran über den Kescher führen und ich wuchtete ihn an Bord. Was für ein herrlicher Fisch, bei einer Länge von 106 cm wog er satte 9,1 kg !!

Glücklich und zufrieden traten wir dann unseren Heimweg nach Hamburg an, dieser Tag wird uns in schöner Erinnerung bleiben.

P.S.
Benutzt wurde eine Shimano Nexave mit 20 – 50 Gr. Wurfgewicht und eine Shimano Twinpower 3000.
Diese Ausrüstung liegt wunderbar leicht in der Hand und es lässt sich auf längere Zeit ermüdungsfrei damit fischen und „fangen“.

Hamburg, im Oktober 2012

Detlev Herzog

Kategorien: Fangberichte, Metzensee