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Fliegenfischerkursus bei der SAV

26. April 2010

Einführungslehrgang im März 2010

Wer ist nicht fasziniert von einer Schnur, die von eleganten Rutenschwüngen angetrieben durch die Luft saust, sich mit einer kunstvoll gebundenen Fliege bepackt geschmeidig und zielgerichtet auf dem Wasser niederlegt und auch noch Beute macht, die edler kaum sein kann. Von der reinen Faszination bis hin zu den ersten eigenen Versuchen ist es dann auch nicht weit. Gut recherchiert und sehr belesen probiert so manch ein Aspirant die ersten Würfe. Doch sehr schnell wird jeder feststellen, dass ein altes und kunstvolles Handwerk nicht einmal so eben nur durch Probieren erlernt werden kann.

Mit ähnlich gemachten Erfahrungen trafen sich am 5. März 2010 dann auch 9 Interessierte zum jährlich angebotenen Fliegenfischerlehrgang der SAV in den vereinseigenen Unterrichtsräumen an der Heimhuderstraße. Schnell wurde klar, dass der Lehrgangsleiter Hans-Jürgen Sobottka wusste, wovon er redet. Seit über 40 Jahren ist er passionierter und erfolgreicher Fliegenfischer. Fasziniert und respektvoll wurden seine Ausführungen verfolgt. Angefangen vom technischen Aufbau und der Funktion von Rollen und Ruten über Schnurkunde bis hin zur Vielfalt der verwendeten Köder und ihrer „natürlichen“ Vorbilder erhielten die Teilnehmer schon am ersten Abend einen guten Überblick über die Theorie des Fliegenfischens. So manch ein Nebensatz von Hans-Jürgen Sobottka war es, der irgendwie in Erinnerung blieb. Langjährige Erfahrung kann man sich eben nicht einfach anlesen.

Am nächsten Tag sollte es dann mit einem praktischen Exkurs in die Knotenkunde und einem Film vom „Meisterfischer“ Hans-Rudi Hebeisen über verschiedene Wurftechniken des Fliegenfischens weiter gehen. Anschließend waren praktische Wurfübungen an der Dove-Elbe in Allermöhe geplant. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass dieser Lehrgangsteil verschoben werden musste.

So traf man sich dann erst am nächsten Samstag in den Unterrichtsräumen der SAV zur praktischen Knoten- und Fliegenkunde. Der Film von Hans-Rudi Hebeisen machte noch einmal sehr eindrucksvoll deutlich, worauf es beim Werfen ankommt. Soviel zur Theorie. Der Praxisteil des Werfens musste dann leider wieder verschoben werden, weil das Wetter noch immer nicht mitspielte.

Nach dreiwöchiger Verzögerung war es dann soweit. Mit allem Notwendigen ausgestattet, standen die Teilnehmer in Reih und Glied. Dunkel erinnerte man sich noch an den Film von Meisterfischer Hebeisen. Mit Respekt betrachtete man Rute, Rolle und Schnur. Hans-Jürgen Sobottka erklärte jedem Teilnehmer noch einmal den Unterschied zwischen Theorie und Praxis und machte vor, wie der wichtigste Wurf, der Überkopfwurf, auszuführen sei. Eifrig machte sich jeder daran, es Hans Jürgen Sobottka gleich zu tun. Die ersten Würfe waren dann alles andere als meisterlich. Schnell wurde offensichtlich, dass jeder Teilnehmer mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen hatte. Mit seiner ruhigen und sachlichen Art korrigierte Hans-Jürgen Sobottka dann ganz gezielt die kleinsten Wurfungenauigkeiten mit akribischer Genauigkeit, so dass sich jeder „Würfling“ nach wenigen Stunden und bestandener Wurfprüfung endlich Fliegenfischer nennen konnte. Und das mit Zertifikat, persönlich überreicht durch den 2. Vorsitzenden der SAV, Peter Stellmach.

Ein herzlicher Dank geht an Hans-Jürgen Sobottka, für den dieser Lehrgang leider der letzte seiner Art als Sportwart der SAV war. Wir wünschen unserem Lehrgangsleiter alles Gute für die Zukunft und hoffen, dass er von seinen Erfahrungen noch viel weitergeben wird. Die Nachfolge von Hans-Jürgen Sobottka tritt Dr. Jörn Borrmann an, der bereits als Salmonidengewässerobmann für den Verein tätig ist und schon vielen Einsteigern in das Fliegenfischen wertvolle Tipps gegeben hat.
T. H.

Kategorien: Fliegenfischen