Startseite Gewässer Jugend Galerie Impressum

Karpfenworkshop der SAV Jugendgruppe

6. November 2011

07. bis 09.10.2011 – Karpfenworkshop der SAV Jugendgruppe

Dieses Mal trafen wir uns zum Karpfenworkshop am Metzensee.
Mit von der Partie waren 4 Jugendliche, unser Jugendgruppenobmann und Quantum Teamangler Sven Radzewitz.
Hierbei wurde uns gezeigt wie das moderne Karpfenangeln genau funktioniert und was alles dafür erforderlich ist.

Zwei Tage vor dem Ansitz vom 07. – 09.10.2011 fuhren einige schon zum See um gemeinsam Futterstellen anzulegen, was sich später auszahlen sollte.

Voller Vorfreude kamen wir Freitagnachmittag am See an. Nach kurzer Tagesplanung baute jeder sein Zelt und Tackle auf und legte seine Ruten aus. Nun ging das Warten auf den ersten Biss los.

Als es dunkel wurde legten sich einige von uns schlafen um fit für die hoffentlich schlaflose Nacht zu sein. Die Anderen klönten noch ein bisschen am Kaminfeuer, im vereinseigenen Haus am Metzensee.
Um 4:30 Uhr war es so weit, der erste Biss der Tour! Nach kurzem aber heftigem Drill konnte ein schöner Schuppenkarpfen von genau 5,0 kg überlistet werden. Bereits um 7:00 Uhr riss uns dann der nächste Karpfen aus dem Schlaf. Es war ein Spiegler in der gleichen Gewichtsklasse.
Am nächsten Morgen wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt und gefachsimpelt. Dabei stellte sich heraus, dass noch ein weiterer kleiner Karpfen gefangen wurde.

Nach dem Frühstück ging es dann endlich an das Basteln. Sven zeigte uns einige Montagen, Köder und die richtige Verwendung von PVA. Anschließend durften wir die Montagen nachbauen. Neben dem Material zum Montagen basteln, bekamen wir noch Boilies, in den Geschmacksrichtungen White Coconut und Bloody Chicken, aus dem aktuellen Quantum Radical Programm, passend dazu Boilie Dipp, Boilienadeln und Bleie so wie weitere wichtige Utensilien. So ausgestattet konnten die Karpfen endgültig kommen.

Wer Lust hatte bekam das Füttern mit dem Wurfrohr gezeigt. So erreicht man spielend auch weit entfernte Futterplätze ohne Boot, um die Karpfen dort hin zu locken.
Den restlichen Tag angelten einige ein bisschen mit der Pose oder versuchten mit Kunstködern ihr Glück auf Hecht. Der Erfolg blieb aber leider aus.

Am Abend wurde gemeinsam gegrillt. Es gab für jeden Würstchen, Steak, Maiskolben und Baguette. Nach dem leckeren Essen ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Um sicher zu gehen, dass die Funksysteme alle funktionierten, machten wir einen kurzen Test. Sven ging zu seinen Ruten und piepte einmal kurz. Alles in Ordnung. Er ging zu den nächsten Ruten, welche ca. 100 m weiter standen. Auch dort war alles okay. Plötzlich piepte Svens Funkbissanzeiger wieder. Piep, Piep, Piep, Piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeep.

Wir fragten uns zuerst, ob er sich jetzt einen Spaß mit uns erlaubt, doch er war ja 100 m entfernt. Da war klar, ein Karpfen hat gebissen. Wir gaben Sven über das Funkgerät Bescheid, doch er dachte auch, dass wir uns einen Spaß mit ihm erlaubten. Als er dann aber 2 Lampen aus dem Haus rennen sah, wurde ihm klar, es hat tatsächlich ein Fisch gebissen. Nach einem kurzen Drill, schlitze uns der Fisch leider vor dem Unterfangkescher aus, so das wir sein Gewicht nicht ermitteln konnten aber es war ein starker Fisch, der sich den White Coconut “Schneemann” hat schmecken lassen, soviel ist klar.
Sehr ärgerlich… – aber die Nacht war ja noch jung. Nach dem die Rute wieder neu geködert und mit frischem futterbefülltem PVA Beutel versehen, ausgelegt wurde, haben wir uns wieder ins Haus begeben und Bilder von den letzten Ausflügen der Jugendgruppe angesehen.

Als sich die Runde später langsam auflöste um in die Zelte schlafen zu gehen, hörten wir ein leisen Piep als wir vor die Tür kamen. Alle wurden hell wach und hörten genau hin, während wir zu den Ruten gingen. Plötzlich ertönte einer der Funkbissanzeiger: Piep… Piiiepp. Schnell rannten wir zu den Ruten. Bei der Aufnahme der Rute spürte man die enorme Kraft des Fisches. Dann ging es schnell mit dem Boot auf den See um zu vermeiden, dass der Fisch in Ufernähe kommt oder wohl möglich noch durch eine andere Schnur oder ein Hindernis schwimmt. Ansonsten verlief der Drill ziemlich unspektakulär. Ein oder zwei Schläge hat der Fisch noch gemacht, dann landete er schon im Unterfangkescher und kurz darauf in der im Boot bereitgelegten Abhakmatte. Beim wiegen riss er die Anzeigenadel auf unglaubliche 10,5 Kg, damit hatte keiner gerechnet. Nach dieser spannenden Aktion gingen alle schlafen, denn es war schon spät geworden und wir waren alle müde. In der Nacht so gegen 3 – 4 Uhr bissen noch ein Satzkarpfen und ein schöner ,,Schuppi’‘. Das absolute Highlight des Wochenendes war aber ein Schuppenkarpfen mit einem stolzen Gewicht von 11,5 Kg. Er biss in der Früh mit einem Vollrun und lieferte einen spektakulären Drill von über 10 Minuten. Leider bekam nur der Fänger davon etwas mit, da der Rest der Truppe noch von ihrem Monsterkarpfen träumte. Die enorme Kraft des Fisches erschwerte seine Landung erheblich. Zusätzlich kamen die Temperatur von nur 3 °C und der Wind, der einen ins Schilf drückte hinzu. Es war in der Nacht so kalt geworden, dass die Stege des Sees sogar leicht vereist waren.

Am Sonntag probierten die meisten weiter die Karpfen zu überlisten, welches sich leider nicht erfolgreich gestaltete, im Gegensatz zu den Hechtspezies, die innerhalb von zweieinhalb Stunden, 5 kampfstarke Hechte bis 82 cm und 2 kleine Barsche überlisten konnten.

Es war ein sehr schönes Wochenende mit vielen tollen Fischen.
Vielen Dank an Florian Freitag, der die ganze Aktion organisiert hat, an Sven Radzewitz für die vielen Tipps & Tricks und natürlich an die Firma Quantum, die uns die zahlreichen Materialien zur Verfügung gestellt hat.

In diesem Jahr geht es als letzten Termin der Saison, am 06.11.2011 zum Buttangeln in den Hamburger Hafen.
Nächstes Jahr geht es dann weiter mit vielen neuen und spannenden Ausfahrten, vielleicht auch wieder zum Karpfenangeln.

Bis dahin,
beste Grüße und Petri Heil

Euer Jugendgruppenteam

Kategorien: Fangberichte, Jugendgruppe, Metzensee