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Jugendgruppe 2017 – Wochenende am Holzsee

5. Juli 2017

Jugendgruppe 2017 – Wochenende am Holzsee

Die Sonne geht langsam hinter den Bäumen auf und Nebel steigt vom See empor. Der Seeadler zieht seine Kreise über dem Wasser und wir Jugendgruppenleiter stehen am Steg des Holzseehauses und genießen dieses märchenhafte Szenario.
Wegen solch tollen Momenten gehen wir angeln.
Der Grund warum wir hier stehen ist ein Vollrun, an einer der Karpfenruten, der uns aus dem Schlaf gerissen hat. Auch wenn wir den starken Fisch nicht bekommen haben, sind wir ihm dankbar, dass er uns diesen Moment beschert hat.

Als die Sonne hoch über den Bäumen steht, treffen wir die letzten Vorbereitungen, für die Ankunft der Jugendlichen am See und Frühstücken gemütlich bevor wir die Boote ausschöpfen. Am Freitagabend hatte sie ein Platzregen rund 30cm hoch mit Regenwasser befüllt.
Kurz darauf sind Niklas und Florian über den See zum Parkplatz gerudert, um die Jugendlichen in Empfang zu nehmen. Fabian hat die Jungs später am Haus in Empfang genommen.
Alle sind schon sehr gespannt, voller Vorfreude und toller Pläne für das Wochenende.
Wir, das Jugendgruppenleiterteam sind noch etwas skeptisch, da der See, wie im letzten Jahr sehr klares Wasser hat und auch sonst die Bedingungen ähnlich erscheinen. Im letzten Jahr hatten wir leider nicht gut gefangen.
Natürlich lassen wir uns gerne eines Besseren belehren, der Karpfenbiss ist ja schon mal ein gutes Zeichen.

Nach dem alle ihre Sachen verstaut hatten, haben wir uns für eine kleine Lagebesprechung und wer mit wem fischen möchte, auf der Veranda des Hauses zusammengesetzt. Für den Tag ist die Sache klar, Hecht und Barsch stehen bei allen hoch im Kurs.
Florian gibt einen kurzen Überblick zum Wochenende ehe die Bootseinweisung stattfindet, so dass Jeder weiß wie er sich auf den Booten richtig verhält.
Fabian und Niklas unterstützen die Jugendlichen beim Aufbau ihrer Montagen und beantworteten fleißig Fragen zu dem schönen Natursee und der Gewässerstruktur.

Schon geht es das erste Mal zum Fischen raus auf den See, die Strategien sind ganz verschieden. Einige konzentrieren sich auf die Schilfkanten, das Kraut und Seerosen, andere versuchen Ihr Glück an den Abbruchkanten ins Tiefe.
Florian sitzt mit Enno in einem Boot und sie versuchen ihr Glück im Freiwasser.
Enno ist als Schnupperangler dabei und schaut sich die SAV an um dann hoffentlich überzeugt der SAV bei zu treten.
Die Hechte schienen das zu wissen und wollen einen guten Eindruck schaffen, denn bereits nach kurzer Zeit, bei der ersten Drift, ist Ennos Rute mächtig krumm. Beide sind sich einig, dass ist ein Großhecht.
Gekonnt drillt Enno den Fisch während Florian alles für die Landung vorbereitet und fotografiert. Im Glasklaren Wasser ist der tolle Fisch schon in der Tiefe zu erkennen.
Nach einigen starken Fluchten in die Tiefe, ist er nun vor dem Boot und wird sicher über den Kescher geführt. Behutsam hebt Florian das tolle Tier auf die bereitliegende Abhakmatte, die nicht nur beim Karpfenangeln Sinn macht.
Das Maßband zeigt stolze 91cm! Wow! Was für ein Einstand!
Bis zum Grillen am Abend können von fast allen noch weitere Hechte bis 76cm überlistet werden. Ein besonderes Highlight stellt der Barsch von Henrik dar, der stolze 35cm misst.

Beim Grillen tauschen wir uns alle über unsere Erfahrungen aus und schmieden weitere Pläne.
Direkt nach dem Essen macht sich ein Teil der Gruppe an die Vorbereitung für das Nachtangeln, andere probieren bis zur Dunkelheit Ihr Glück weiter mit der Spinnrute.

Langsam bricht die Dämmerung herein und die Sonne versinkt hinter den Bäumen.
Alle haben ihre Plätze für die Nacht bezogen.
Jan und Mika befischen die Bucht direkt am Bootssteg. Ihre Zielfische sind Aal, Karpfen und Schlei.
Henrik und Akin versuchen ihr Glück vom Boot aus mit Wurm auf Aal und die anderen fischen vom Haussteg auf Karpfen, Schlei und Aal.
Nun heißt es warten.
Im Kamin auf der Veranda lodert ein gemütliches Feuer und wir fachsimpeln eifrig.
Bis zum Schlafengehen konnten lediglich Jan und Mika einige vorsichtige Bisse verzeichnen aber ein Fisch konnte nicht gelandet werden.
Um ca. 3:30 Uhr wird Florian von einem Dauerton aus seiner Sounderbox geweckt. Vollrun! Nun heißt es schnell sein! – Raus aus dem Schlafsack, rein in die Schuhe und ran an die Rute.
Alles geht so schnell, dass Florian niemandem Bescheid geben kann, ehe er sich versieht, steht er mit krummer Rute in der Hand im Boot und fährt dem Fisch in der Dunkelheit entgegen.
Da beim eintreffen des letzten Bootes am Abend die Boote umgeparkt wurden, stellt er auf halber Strecke fest, dass er nicht in dem für einen Drill mit Karpfenkescher und Abhakmatte präparierten Boot steht. Was nun… zurückfahren geht nicht, der Drill ist in vollem Gange, Jemandem Bescheid geben ist auch keine Option, da er bereits zu weit vom Haus entfernt ist und das Handy in der Eile liegen geblieben ist.
Zum Glück befindet sich aber ein kleiner Kescher im Boot. Mit dem muss es gehen.
Florian konzentriert sich nun wieder vollkommen auf den Fisch und drillt ihn in Ruhe aus. Auch aus den Seerosen bekommt er ihn gut frei.
Der Fisch befindet sich nun unter dem Boot, im Freiwasser und powert sich aus.
Der zweite Kescherversuch gelingt. Vorsichtig fährt Florian mit dem schönen Schuppi im Kescher außerhalb des Bootes zurück zum Steg wo der Fang schnell versorgt wird.
Fabian und Niklas sind nun auch da und bestaunen den tollen Fisch.
Gerade als die Rute neu beködert war, ging die nächste Rute mit einem Dauerton los – Fisch!
Der Anschlag sitzt und Fabian steigt zusammen mit Florian zum Drillen ins Boot, dieses Mal ins richtige.
Nur mit Mühe kann der Fisch vom Schilf und den Seerosen fern gehalten werden. Ein fetter Spiegelkarpfen zieht alle Register, ehe er sich, von den Keschermaschen umschlossen, geschlagen gibt.
Am Steg angekommen realisieren die drei erst einmal was da gerade passiert ist, Wahnsinn, was für ein Morgen!
Die Jugendlichen schlafen tief und fest im Haus und haben von dem Treiben nichts mitbekommen.
Die Ruten werden kurz darauf wieder ausgebracht, denn am Angelplatz ist weiter Fischaktivität zu beobachten.
Dennoch können die drei bis zum Frühstück ungestört weiterschlafen und der Karpfenspuk ist vorbei.

Nach dem Frühstück wird gemeinsam das Haus aufgeräumt und geputzt, ehe es wieder ans Fischen geht.
Nach den super Erfolgen am Vortag sind alle wieder hoch motiviert und versuchen ihr Glück weiter auf die Räuber des Sees. Allerdings scheint es heute anders als am Vortag zu sein, die Fische lassen sich bitten und beissen deutlich vorsichtiger.
Dennoch können wieder schöne Hechte gefangen werden und Jan erbeutet einen super Barsch von 34cm – Petri Heil!
Die Methoden und Taktiken sehen wieder ganz unterschiedlich aus und es wird tief in der Trickkiste gekramt.
So haben sich Fabian und Niklas ein paar Köderfische gestippt und bieten diese im direkten Vergleich zu den Kunstködern, die am Vortag super liefen, an. Am Ende des Tages liegt der Köfi deutlich vorne und beschert Fabian, als krönenden Abschluss, auch den größten Hecht der Tour. Der toll gezeichnete Fisch misst glatte 94cm.
Enno ist mit Oberflächenködern über dem Kraut erfolgreich, auch wenn die Hechte nicht die Größten sind, aber dafür sind die Bisse spektakulär und lassen den Puls höher schlagen, wenn aus dem Nichts ein Hecht bei der Attacke in voller Länge aus dem Wasser springt. Da ist es auch nicht schlimm, wenn der Hecht mal daneben schießt, denn der Biss ist bereits spannend genug.

Glücklich und mit vielen tollen Erlebnissen endet das Holzseewochenende und wir freuen uns schon jetzt alle auf die nächste Aktion der SAV Jugendgruppe.

- nächste Termine – siehe: Jugendgruppe – Termine 2017

Das Jugendgruppenleiterteam freut sich schon sehr auf weitere tolle Ausfahrten und unvergessliche Momente mit der Jugendgruppe.

Kategorien: Fangberichte, Holzsee, Jugendgruppe